Kapellengemeinde Kolborn

Küsterdienst:
Wilhelm Möser
Am Spring 2
Kolborn
Tel. 05841/2856

Ansprechpartner 
in Friedhofsfragen:

Karl-Heinz Schultz, 
Tel.: 05841/2845
Petra Hauto,
Tel.: 05841/2856

Pfarramt:

Tel.: 05841-6826

 


Kapelle in Kolborn


Familienwappen
d .z. Knesebeck

Gottesdienste in Kolborn:

Karfreitag (A) - 10 Uhr
Ostermontag - 10 Uhr
Pfingstmontag - 10 Uhr
Erntedank (A) - 9 Uhr
Heiligabend - 15 Uhr
Heiligabend - 17 Uhr

 

Der Kapellenvorstand 
2006 - 2012:

 Morgenstern- Schultz   Katrin
 Irmschler  Ewald
 Schultz  Karl-Heinz
 Thomas  Bernd
   
 

Zur Geschichte der Kolborner Kapelle

          Prof. Alfred Kelletat (+) schreibt über die Kolborner Kapelle in den Breeser Blättern 3:

"Die Kapelle ist eine Stiftung der Familie von dem Knesebeck, die seit 1396 hier (vorher schon Lüchow) besitzend war; unweit das Gutshaus (über dem Eingang 1529), einst wohl befestigter Herrensitz. Sie (sc. die Kapelle) ist 1474 durch Boldwin v.d. Knesebeck, der Propst in Lüchow war, 'in die Ehre der heiligen Jungfer Marien, St. Gertrudies und aller Heiligen' gestiftet; 1479 bestätigt Papst Sixtus IV, die Stiftung. Ein Neubau ist laut Inschrift 'von Frau Sophie Groten, Weiland Hr. Joachim von dem Knesebeck nachgelassene Fraw Wittwe' begonnen (Familienwappen über dem Eingang 1616), des Dreißigjährigen Krieges wegen erst später von ihrem Sohn beendet. Ein guter Grabstein zeigt die Erbauerin in lebensgroßer Darstellung (ohne Umschrift; sie starb 1624). Noch weitere Familienmitglieder ruhen in der Kapelle. Auch die künstlerische Ausstattung des kleinen rechteckigen Fachwerkbaus ist den Stiftern zu verdanken ...
Einst trug der Glockenträger am Westgiebel die alte Glocke (1677), jetzt ein freier Glockenstuhl."

          Quelle:
          Alfred Kelletat, Kirchen und Kapellen im Wendland, Breeser Blätter 3, S. 22

"Die Errichtung der Kapelle in Colborn geht auf die Adelsfamilie derer von dem Knesebeck zurück. Die Knesebecks kauften im Jahre 1366 in Colborn zwei kleinere Höfe, zwei Teiche und eine Windmühle. 1396 erwarben sie hier einen größeren adligen Hof und wurden dadurch in Colborn ansässig. Ein Boldwin von dem Knesebeck wurde Geistlicher und war Domherr zu Halberstadt und Propst zu Lüchow. Von diesem ist die Colborner Kapelle im Jahre 1474 gestiftet, sie wurde sogar vom damaligen Papst bestätigt. In der katholischen Zeit hatte die Kapelle einen eigenen Meßpriester. 

Nachdem im Jahre 1530 durch Herzog Ernst den Bekenner im Lüneburger Land die Reformation durchgeführt worden war, wurde auch in der Colborner Kapelle der Gottesdienst von lutherischen Predigern abgehalten. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, unter denen auch unsere Gegend schwer zu leiden hatte, wurde die Kolborner Kapelle mehrmals stark beschädigt und ausgeplündert. Nach dem Kriege wurde die Kapelle jedoch wieder hergestellt. Ihre bis heute erhaltene Form erhielt die Kapelle durch Sophie v.d. Knesebeck. Sie hat jedenfalls auch das in Stein gehauene Familienwappen (s.o), eine Greifenklaue, über der Eingangstür anfertigen lassen. 

         Quelle: 
         Gemeindebuch des Kirchenkreises Lüchow, Osnabrück 1960, S. 23 f. 

Copyright © 2001 - 2010
by St.-Johannis-Gemeinde 
Lüchow (Wendland)