Was ist ein Dimissoriale?

Hinter diesem Wortungetüm verbirgt sich eine Genehmigung und Unbedenklichkeitserklärung des Heimatpfarramtes, wenn Brautleute den Wunsch haben, sich in einer anderen Kirche trauen zu lassen. Grundsätzlich gilt nämlich, dass man dort seine Heimatkirche hat, wo man mit erstem Wohnsitz gemeldet ist. 

Haben Eheleute nun den Wunsch, sich in einer anderen Kirche trauen zu lassen, dann muss solch eine Bescheinigung bei dem Pfarramt beantragt werden, bei dem die Brautleute ihren ersten Wohnsitz haben.
 
Der Pastor erteilt dann dem Kollegen sein Einverständnis für die Trauung außerhalb der Heimatgemeinde. Der so hergestellte Kontakt gewährleistet zum Beispiel, dass der Pastor, der die Trauung vornehmen soll, etwaige Hinderungsgründe für eine kirchliche Trauung mitteilen kann. So kann eine kirchliche Trauung zum Beispiel versagt werden, wenn sich jemand in schmähender Weise gegenüber der Kirche geäußert oder verhalten hat.  
Die Kirche hält auch deshalb an dieser Form der Genehmigung fest, um sicher zu stellen, dass der Ortpastor in jedem Fall davon Kenntnis erhält, wenn Brautleute aus seiner Gemeinde irgendwo kirchlich heiraten wollen.   

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Lüchow (Wendland)