Wie sieht ein Traugottesdienst eigentlich aus?

Form

Unsere Kirche hat für den Traugottesdienst keine starre Form, die nicht veränderbar wäre. Vielmehr ist es so, dass die Pastoren zusammen mit den Brautpaaren den Gottesdienst besprechen und darüber nachdenken, was die Elemente des Gottesdienstes bedeuten und ob sie sinnvoll ergänzt werden können.

Gespräch 

Natürlich fangen solche Gespräche nicht bei Null an. Es gibt nämlich eine bewährte Grundordnung für Traugottesdienste.

Verändern

Die Pastoren werden im Traugespräch mit den Brautleuten die Ordnung besprechen und darüber nachdenken, an welcher Stelle sie sinnvoll verändert werden kann.

Nachdenken

Grundsätzlich gilt: ein Gottesdienst lädt ein, über Gott und das Leben nachzudenken. 

Brautleute stehen und versprechen sich vor IHM. ER steht im Mittelpunkt der Gottesdienstfeier. 



DER TRAUGOTTESDIENST

Glockengeläut 
 Begrüßung der Brautleute
Einzug
Biblisches Votum
 Eingangsgebet
 Lied
 Lesung aus der Bibel
 Lied
 Traupredigt
 Lied
 Lesung aus der Bibel
 Traubekenntnis
 Ringe
 Segensgebet
 Trausegen
 Lied
 Abkündigung
  Fürbittengebet
 Sendung/Segen
 Auszug

Musikalische Beiträge

Der Gottesdienst kann durch musikalische Beiträge von begabten Verwandten, Freunden, Bekannten und auch professionellen Interpreten ergänzt werden. Allerdings müssen die Beiträge sowohl vom Inhalt als auch von der Qualität her der Feier eines Gottesdienst angemessen sein.

Der Einzug

Zum Einzug wird durch den Organisten eine geistliche Orgelmusik gespielt. Auf die bekannten Braut- und Krönungsmärsche, wie sie in  Fernsehshows gerne zum Einzug gespielt werden, verzichten wir.

Chöre ?

Chöre etc. können den Gottesdienst mitgestalten, wenn die Beiträge  einem christlichen Gottesdienst angemessen sind.

Konservenmusik ?

Auf Konservenmusik (z.B. CD's) verzichten wir in unseren Gottesdiensten! Der Gottesdienst ist eine Feier, in dem sowohl die Brautleute als auch die Gottesdienstteilnehmenden  unmittelbarbeteiligt sein sollen (hören, singen, beten).

Brautübergabe ?

Manchmal wird gewünscht, dass der Brautvater die Braut an den Bräutigam übergeben. Dazu muss man wissen, dass diese Tradition eigentlich ein Zeichen der Unmündigkeit der Frau ist: die Frau wird vom Vater dem Ehemann zur Versorgung übergeben. Unserer Meinung nach sind solche Übergaberituale mit einem modernen und partnerschaftlichen Eheverständnis nichtvereinbar.

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